Rezension

Ein ganz neues Leben (Ein ganzes halbes Jahr 2) | Jojo Moyes

Kennt ihr das, wenn manchmal Sachen an euch vorbei gehen und ihr euch fragt, wie das denn passieren konnte? Das ist mir letztens passiert, als ich erfahren habe, dass es einen Film zu „Ein ganzes halbes Jahr“ und einen weiteren Teil mit dem Titel Ein ganz neues Leben geben soll. Ich war so überrascht und hab mich direkt über den Film als auch über Ein ganz neues Leben informiert! Da ich aber in letzter Zeit so viele Bücher gekauft habe, musste das Buch erstmal auf die Wunschliste wandern – natürlich direkt an erster Stelle. Zwei Tage später bekam ich das Angebot von ebook.de mir wieder einen Titel für eine Gastrezension auszusuchen und ich musste nicht lange überlegen, welchen ich da nehme 😀 Das Beste ist, dass die Rezension heute an meinem Geburtstag online kommt!

 

Informationen

Autor: Jojo Moyes 
Titel: Ein ganz neues Leben 
Reihe: Ein ganzes halbes Jahr 
Übersetzer: Karolina Fell
Verlag: rowohlt 
Erscheinungsjahr: 2015 
Seiten: 528 
Weitere Bücher der Autorin: Ein ganzes halbes Jahr, Eine Handvoll Worte 
Ähnliche Bücher: Adriana Popescu – Lieblingsmomente, Nicholas Sparks – Wie ein Licht in der Nacht 
 
Andere Empfehlungen: My Books Paradise 

Inhalt

Ein ganzes halbes Jahr hatte sich Lou um Will gekümmert – bis zu seinem Tod. Die Zeit mit Will hat Lou verändert. Doch was ist von der Veränderung nach Wills Tod geblieben? 18 Monate danach arbeitet Lou am Flughafen von London und versucht einfach ihr Leben zu leben. Bis jemand an ihrer Tür klopft, der eine besondere Verbindung zu Will hat. 

Gedanken

Das Buch ist – wie schon „Ein ganzes halbes Jahr“ – aus der Sicht von Lou geschrieben. Besonders hat mir gefallen, dass es auch, wie in dem vorherigen Buch, ein Kapitel aus der Sicht einer anderen Figur gab. Ich hätte mich natürlich gefreut, wenn es nicht bei dem einem Kapitel geblieben wäre, aber so war es auch okay. Der Einstieg in das Buch klappte problemlos, obwohl es doch schon zwei Jahre her ist, dass ich den Vorgänger gelesen habe. Man startet an einem Arbeitstag von Lou und ist durch kleine Rückblicke sehr schnell wieder in der Geschichte drin.

Eigentlich hatte ich für mich die Geschichte von Lou nach „Ein ganzes halbes Jahr“ abgeschlossen. Will ist tot und Lou lebt jetzt ihr Leben, dass das Leben nach dem Tod eines geliebten Menschen nicht einfach freudestrahlend weiter geht, hab ich irgendwie gar nicht bedacht. Um so froher bin ich, dass ich jetzt erfahren konnte, wie es mit Lou weitergeht. Der Tod von Will wirft sie gehörig aus der Bahn, was sie sich zuerst nicht eingestehen will. Im Verlauf der Geschichte entwickelt sich Lou dann aber weiter. Ich denke, dass Will einfach eine Veränderung von Lou angestoßen hat, die mit seinem Tod aber noch nicht vollendet war – wie im wahren Leben halt auch. Natürlich gab es auch jede Menge wunderschöner Stellen, bei denen ich „ein bisschen“ weinen muss. Ach, es war einfach nur schön!

Vom Schauplatz her sind wir vom beschaulichen Stratford in die Großstadt London gezogen, was mir sehr gut gefallen hat, da ich ein großer London-Fan bin. Trotzdem gab es natürlich auch Besuche an die bekannten Schauplätze, die einen wehmütig an „Ein ganzes halbes Jahr“ denken ließen.

Die Charaktere kennt man ja schon aus dem ersten Band. Sie haben mir immer noch genau so gut gefallen und wirkten auch wie die Charaktere aus dem ersten Band. Natürlich gab es da auch ein paar neue Charaktere, über deren Beziehung zu Lou ich aber noch nicht mehr verraten möchte und auch die fand ich super! Der Teenager Lily hat mich manchmal mit ihren Allüren absolut in den Wahnsinn getrieben, aber sie ist halt ein richtiger Teenager und hat echt coole Sprüche gehabt. Die Sanitäter Sam und Donna fand ich wahnsinnig lustig und erfrischend. Ach, eigentlich waren alle toll!

Der Schluss des Buches hat mir leider nicht so gut gefallen. Also es laufen schon alle Fäden zusammen, aber ich finde das Ende doch ein bisschen offen. Ich würde so gerne wissen, ob sich Lou nach Will noch einmal wirklich auf eine Beziehung einlassen kann und das wird mir nicht deutlich genug. Klar kann man es aus Lous Entwicklung herrauslesen, aber so ein Epilog à la „3 Jahre später“ oder so, hätte die Geschichte für mich schöner abgeschlossen.

Fazit

Ich mag das Buch ganz besonders, weil es keine abgedrehte Lovestory beinhaltet, sondern Geschichten und Probleme aus dem Alltag. Auch wenn ich mit dem Thema Tod noch nicht so direkt konfrontiert wurde, wie Lou, konnte ich mich in ihre Lage versetzen und ihre Entscheidungen verstehen. „Ein ganz neues Leben“ ist ein Roman, der das Herz berührt. Da mich das Ende leider nicht überzeugen konnte, bekommt er leider nur 4 von 5 Büchern von mir. Das Buch war aber auf jeden Fall seinen Platz auf meiner Wunschliste wert!

PS: Vielen Dank ebook.de für die Bereitstellung dieses Buches! Schaut unbedingt auch auf dem Blog von ebook.de vorbei, denn da gibt es meine Rezension als Gastrezension 🙂

Tati, 27, süchtig nach Büchern, Nagellack und Toffifee, Informatikerin, Backfee, angehende Autorin, Webentwicklerin, verheiratet, viel zu neugierig, perfektionistisch und immer ein Lächeln auf dem Gesicht. Noch mehr erfährst du mit einem Klick.

2 Comments

  • Andrea

    Eine tolle Rezension! 🙂 Hat mich jetzt noch neugieriger gemacht, das Buch liegt heute bei mir im Briefkasten und ich kann kaum abwarten, nach Hause zu kommen und es endlich zu lesen 🙂

    • Tatze

      Hey Andrea 🙂

      danke für das Kompliment. Ich bin dann schon gespannt auf deine Rezension zu „Ein ganz neues Leben“ 🙂

      Liebe Grüße,
      Tatze

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