Rezension

Sorbetnächte – Liebe lieber zwischendurch | Ellie Cahill

In meinem Paket zu den Herzenstagen war unter anderem auch Sorbetnächte – Liebe lieber zwischendurch von Ellie Cahill. Zwischen den vielen dunklen Büchern sprang mir das fast weiße Buch direkt ins Auge. Das Cover ist der absolute Traum und erinnert mich total an Sommer. Blöderweise klang der Klappentext dann eher nach einer 0815-Geschichte und ich habe das Buch erstmal wieder weg gelegt. Dann hatte ich aber meine Bücher nach einem kurzweiligen Buch für zwischendurch durchsucht und bin bei Sorbetnächte – Liebe lieber zwischendurch hängen geblieben. So viel sei verraten: es war kein Fehler!

Informationen

Autor: Ellie Cahill 
Titel: Sorbetnächte- Liebe lieber zwischendurch
Übersetzer: Stephanie Pannen 
Verlag: Egmont Lyx 
Erscheinungsjahr: 2015 
Seiten: 384 

Weitere Bücher der Autorin: Liebe noch nicht zugestellt (erscheint am 01.09.2016)
Ähnliche Bücher: Adriana Popescu – Lieblingsmomente, J. Lynn – Wait for you

Andere Meinung zu diesem Buch: Lovely Mix 

Inhalt

Um den Geschmack im Mund zwischen zwei Gängen zu neutralisieren, wird in teuren Restaurants Sorbet als Zwischengericht serviert. Was mit Essen funktioniert, dass muss mit dem Liebesleben doch auch klappen, oder nicht? Das denken sich zumindest Joss und ihr bester Freund Matt. Nachdem Joss rausfindet, dass ihr Freund sie betrügt, kann sie daher dringend Sorbet-Sex gebrauchen. Danach schlafen Joss und Matt immer miteinander, wenn eine Beziehung der beiden endet. Bis Joss auffällt, dass sie nur noch an Matt denken kann und sie andere Beziehungen eigentlich gar nicht mehr interessieren.

Gedanken

Schon schon der Einstieg in das Buch hat mich überrascht. Ich hatte erwartet, dass die Geschichte von Joss und Matt beim Kennenlernen beginnt und sich immer weiter entwickelt. Stattdessen startet „Sorbetnächte – Liebe lieber zwischendurch“ sieben Jahre später, als Joss beschließt Matt ihre Gefühle zu gestehen – doch das ist natürlich nicht so einfach. Die Gefühle von Joss sind nachvollziehbar, so dass man sich direkt mit ihr verbunden fühlt. Der unerwartete Anfang macht einen direkt neugierig, wie alles mit Joss und Matt los ging, so dass ich nur noch schnell weiterlesen wollte.

Im Verlauf des Buches erfährt man dann Schritt für Schritt, wie sich Joss und Matt kennen und somit lieben gelernt haben. Dazu gehören natürlich auch jede Menge schräger Dates und Beziehungen, die mich manches Mal richtig zum Lachen gebracht haben oder mich wütend werden ließen. Das waren so viele spannende Eindrücke, dass das Buch nie langweilig wurde. Vor allem wollte ich auch immer dringend wissen, wie es in der Gegenwart weitergeht, denn auch da gab es so einige Probleme.

Ellie Cahill hat einen sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil. Wie vorhin schon erwähnt, startet das Buch, als Joss beschließt Matt von ihren Gefühlen zu berichten. Danach gibt es immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit. Diese sind wie eine Art Nebenhandlung und erzählen verschiedene Ereignisse aus Joss und Matts „Freundschaft“, wie das Kennenlernen oder verschiedene Beziehungen. Dabei ist der Anteil der Vergangenheit deutlich größer als der Gegenwart. Das hat mir aber sehr gut gefallen, weil ich so das Gefühl hatte, dass die Vergangenheitsabschnitte wie eine Erinnerung wirken. Wenn dann wieder ein Part in der Gegenwart kam, ist man richtig aus den Erinnerungen aufgetaucht. Ein tolles Stilmittel und hier sehr passend gewählt!

Da es ja um Sorbet-Sex geht, will ich auch ein paar Worte zum Thema „Erotik“ loswerden. Irgendwie hatte ich erwartet, dass man alles bis ins kleinste Detail erfährt, stattdessen waren die Erotikanteile sehr geschmackvoll gehalten. Es wurde nur so viel ins Detail gegangen, dass man wusste, was los ist, ohne den Akt an sich zu beschreiben. Das hat mir sehr gut gefallen, weil ich gar nicht das Gefühl hatte, dass man das hier beschreiben muss. 

Joss und Matt haben mir als Hauptcharaktere sehr gut gefallen. Vor allem mit Joss wurde ich schnell warm. Sie ist leicht schusselig und tollpatschig, aber sehr warmherzig, vielleicht sogar ein bisschen naiv und hat eine Abneigung gegen blaue Lebensmittel Auf jeden Fall hat sie jede Menge tolle Eigenschaften und macht etwas durch, was man sehr gut nachvollziehen kann. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich Joss auch weiter, für ihre Beziehung zu Matt besiegt sie sogar ihre größten Ängste. Trotzdem bleibt sie immer noch Joss. Matt ist nicht diese typische Buchheld, eher ein toller netter Junge, aber irgendwas hat er, was auch mein Herz berührt hat. Obwohl er unglaublich nett ist, verfallen ihm die Frauen reihenweise. Er ist einfach süß!

Daneben gab es noch jede Menge Nebencharaktere, die aber für mich irgendwie alle verschwommen sind. Bei den Exfreunden von Joss und Matt war das für mich zu erwarten, weil die Exfreunde zur Vergangenheit gehören und so im Verlauf der Geschichte nicht mehr wichtig sind. Trotzdem sind mir einige Charaktere mit besonderen Eigenschaften mehr im Gedächtnis geblieben als andere. Trotzdem waren alle sehr sinnig und speziell, so dass ich nicht das Gefühl hatte, dass sich Charaktere wiederholen. Die Freunde von Joss und Matt sind dagegen für mich eine gesichtslose Masse. Lediglich Nellie, Joss Freundin und Arbeitskollegin, stach mehr hervor. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ein Großteil der Nebencharaktere nicht wirklich wichtig für den Verlauf der Geschichte waren. Es gibt aber doch noch einen Nebencharakter den ich unbedingt erwähnen muss: Joss Kater Dewey. Der war einfach nur der Hammer!

Der Schluss von „Sorbetnächte – Liebe lieber zwischendurch“ hat mir wirklich sehr, sehr, sehr gut gefallen. Obwohl ich dachte, dass ich wüsste, was auf mich zukommt, gab es einiges, was mich überrascht hat und es war richtig spannend. Ein Happy End schien zeitweise wirklich ausgeschlossen, so dass man noch einmal richtig mitgefiebert hat. Das Ende war dann genau richtig und hat für mich das Buch auch gut beendet.

Fazit

„Sorbetnächte – Liebe lieber zwischendurch“ hat mich absolut überrascht! Der Klappentext klang nach nichts Besonderem, aber trotzdem hat mich das Buch so gefesselt, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Die Idee, dass Freunde Sex ohne Gefühle haben, ist natürlich nichts Neues, trotzdem hat Ellie Cahill diese einfache Idee grandios umgesetzt. Die Charaktere sind super authentisch und sympathisch, so dass man sich sehr gut in sie hineinversetzen und sie verstehen kann. Aber auch der Verlauf ist extrem spannend gestaltet, was vor allem an dem interessanten Aufbau des Buches lag. Obwohl es eine eher kurzweilige Geschichte ist, kann ich euch das Buch wärmstens empfehlen.

Hattet ihr das auch schon mal, dass euch ein Buch so richtig überrascht hat, von dem ihr das überhaupt nicht erwartet hattet? Welches Buch war es denn?

Tati, 27, süchtig nach Büchern, Nagellack und Toffifee, Informatikerin, Backfee, angehende Autorin, Webentwicklerin, verheiratet, viel zu neugierig, perfektionistisch und immer ein Lächeln auf dem Gesicht. Noch mehr erfährst du mit einem Klick.

7 Comments

  • Lotta

    Hallöchen Liebes,
    jetzt musste mir doch mal anschauen, was du so zu diesem Buch sagst. Ich hatte es ja auch bekommen, wie du weißt, aber ich habe es auch gleich wieder verschenkt und zwar an eine liebe Freundin und quasi Nachbarin. Ich bin froh, dass dir das Buch so gut gefallen hat und ich denke, dass es ihr auch gefallen wird, zumindest hoffe ich es. 😀 Was meinst du, hätte mir das Buch auch gefallen oder ist es gut, dass ich es verschenkt habe?

    Liebst, Lotta

    • Tatze

      Hey Lotta 🙂

      ich glaube, für dich wäre das Buch nichts gewesen. Also gut, dass du es verschenkt hast 😉 Du musst mal bei Zeiten in Erfahrung bringen, wie deine Freundin das Buch fand 🙂

      Liebe Grüße,
      Tati

  • Franzi Schönbach

    Huhu Liebe Tati,

    eine wirklich tolle Rezension, hat richtig Spaß gemacht sie zu Lesen :). Man hat richtig gespührt, wie viel Spaß du mit dem Buch hattest. Ich würd dich gleich mal als weitere Rezension bei mir verlinken 🙂

    glg Franzi

    • Tatze

      Hey Franzi 🙂

      vielen lieben Dank! 🙂 Ich freue mich, dass du meine Rezension verlinkst und verlinke dann mal deine. 😉

      Liebste Grüße,
      Tati

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.