Lotta, Nelly und ich haben uns wieder die Zeit genommen über ein spezielles Thema nachzudenken. Dieses Mal haben wir uns für „Der eReader und Ich“ entschieden. Da müsste ich als bekennender eReader-Fan ja eigentlich eine Menge zu erzählen haben, doch mir fiel überhaupt nichts ein. Mein Gehirn war wie leer gefegt, verzweifelt starrte ich den blinkenden Cursor an und hoffte auf den springenden Gedanken, aber es passierte einfach nichts. Glücklicherweise habe ich ja schlaue und kreative Freunde und so kam die liebe Elli gleich mit so vielen Ideen daher, dass ich bestimmt 3 Beiträge hätte füllen können. 😀

 

Die Reise der eReader

Alles fing im Herbst/Winter 2011 an. Ich war genervt davon, ständig mehrere Bücher irgendwo mit hin zu schleppen. Wir waren damals fast jedes Wochenende entweder bei meinen Eltern oder bei den Eltern meines Mannes und wer soll da bitte anständig planen, welche Bücher man lesen möchte? Also entschied ich mich einen eReader zu kaufen. Ich war mir ziemlich sicher den eReader nur am Wochenende zu nutzen, denn nichts geht über das Gefühl von einem „echten“ Buch in der Hand. Trotzdem habe ich Stunden mit der Suche nach dem perfekten eReader verbracht und mich schließlich für den Sony Reader PRS-T1BC entschieden. Mit dem ich auch sehr, sehr glücklich war und ihn natürlich nicht nur am Wochenende genutzt habe.

Sony-PRS-T1BC

2011 steckte das Thema eReader eigentlich noch in den Kinderschuhen. Den ersten Tolino gab es zum Beispiel erst ab 2013. Trotzdem war ich sehr lange glücklich mit meinem Sony. Bis irgendwann das Thema „Licht“ aufkam – eReader die leuchten! Da ich am liebsten abends lese, musste ich also unbedingt einen neuen Reader haben. Wieder begab ich mich auf eine Stunden lange Suche, nur um mich dieses Mal in den Kobo Aura zu verlieben. Blöderweise musste ich noch ein paar Wochen warten bis er bei uns erhältlich war, doch so konnte ich ihn mir als nachträgliches Geburtstagsgeschenk kaufen. Wie habe ich den Kobo Aura geliebt! In vielen Testberichten wurde die ungleichmäßige Beleuchtung bemängelt, aber ich fand sie einfach perfekt.

Kobo Aura

Mittlerweile hatten mehr Leute eReader, was eine Sache wirklich blöd macht. Wie leihe ich meiner Freundin denn jetzt das Buch, was ich gerade gelesen habe? Salivre und ich haben uns dahingehend beholfen, dass sie mir mal ihren Kindle 4 lieh. Von Anfang hat war ich kein großer Fan der Amazon-Geräte, weil diese für mich einfach zu viele Einschränkungen mit sich bringen. Achja, und dann gibt es natürlich noch die Horrorgeschichten von Büchern, die Amazon von Geräten gelöscht hat. Nee, nee, ein Kindle kommt mir nicht ins Haus! Trotzdem wollte ich das Ding natürlich mal ausprobieren und fühlte mich schnell bestätigt. Vom Funktionsumfang hatte mein Kobo eindeutig mehr zu bieten und die Bedienung hat mich schier wahnsinnig gemacht.

So glücklich ich auch mit meinem Kobo Aura war, irgendwann muss mal was neues her. Ich war jetzt Buchblogger und da muss man ja mal mehr von der eReader-Welt gesehen haben. So kam es dann, dass ich meinen Kobo Aura an meinen Schwager verkaufte und ein Tolino Vision 2 bei mir einzog. Von diesem war ich zumindest anfangs sehr begeistert, hatte er doch einen schnelleren Refresh (das komplette neu laden der angezeigten Seite) und eine bessere Auflösung. Doch schnell wurde mir klar, dass die Bedienung einfach überhaupt nichts für mich ist. Ständig drückte ich irgendwas, was ich überhaupt nicht drücken wollte oder schaltete den Tolino aus Versehen ab. Ach, wie habe ich mir meinen Kobo zurück gewünscht, doch der war mittlerweile auf großer Reise in Chile.

Irgendwann beschloss ich dann, dass es so nicht mehr weitergeht: ich brauchte wieder einen Kobo! Also verglich ich – mal wieder Stunden lang – verschiedene Kobo eReader miteinander bis ich mich letztendlich für den Kobo Aura H2O entschied. Das schlagendste Argument war hier eindeutig das wasserdichte Design. Ich bin ja ein schlimmer Tollpatsch, da ist Wasserdichte schon ein toller Vorteil. 😀 Zuerst war ich ein wenig abgeschreckt, weil der Kobo Aura H20 mit einer Bildschirmdiagonale von 6,8″ doch ein Stückchen größer ist als meine bisherigen eReader, aber ich habe mich sehr schnell an die Größe gewöhnt. Und das allerbeste: endlich hatte ich die Kobo-typischen Lese-Auszeichnungen zurück! 😀

KoboAuraH20_Buecherquatsch

 

Mein Mann hat mittlerweile einen Kobo Glo HD und ich muss sagen, dass ich wohl den nehmen würde, wäre mir das wasserdichte Design nicht so wichtig. Also nur falls ihr eine günstigere Alternative zum Kobo Aura H2O sucht. 😉

 

Entscheidung analoges oder digitales Buch

Als ich den ersten eReader hatte, habe ich eigentlich fast jedes Buch digital gekauft. Das neue Gerät wollte ja schließlich auf Herz und Nieren getestet werden. Danach hatte ich eine Phase, wo ich mich dann erst einmal wieder auf Printbücher konzentriert habe, doch bis ich den Tolino bekommen habe, war das wieder ausgeglichener. Tja, bis ich den Tolino bekommen habe, denn ab da habe ich fast nur Printbücher gekauft. Was leider dazu geführt hat, das meine beiden Buchregale komplett voll sind und ich schon ein paar Bücher zu meinen Eltern auslagern musste. 😀 

Daher kaufe ich jetzt bevorzugt eBooks. Vor allem auch meine Rezensionsexemplare frage ich lieber als eBook an, ganz einfach, weil mein Festplattenplatz wesentlich größer ist, als mein Buchregalplatz. Trotzdem gibt es so Bücher, die ich einfach gerne in der Hand halten möchte. Manchmal ist es auch so, dass ich Bücher digital habe und sie nach dem Lesen noch als Print kaufe, nur damit sie im Regal stehen. Wenn ich also ein neues Buch entdecke, überlege ich mir, ob das ein Buch ist, was ich gerne noch öfter zur Hand nehmen möchte oder auch in meinem Regal präsentieren möchte. Ist dieses nicht der Fall oder bin ich mir unsicher, so gibt es erst einmal das eBook.

Anzahl_eBook_Buch_Bücherquatsch

Ich habe gerade noch mal schnell nachgeschaut und festgestellt, dass ich mittlerweile 289 eBooks und 291 Printbücher habe. Die Zahl ist also wirklich ausgeglichen. Davon sind übrigens 41 Titel, die ich sowohl als eBook als auch als Print habe.

 

Unterschiede beim Lesen und Sammeln

Es gibt eine Sache an eReadern die mich gewaltig stört, nämlich dass es nicht so einfach ist, seine Bücher zu präsentieren. Ich kann ja schlecht für jedes eBook einen eReader in mein Regal stellen 😀 Dabei mag ich es so gerne durch mein oder auch durch fremde Bücherregal zu stöbern und sich an den vielen tollen Geschichten mit bunten Covern zu erfreuen. Ich habe alle Bücher, die sich in meinem Besitz befinden, in einem Programm archiviert, das ich auch nutze um eBooks auf den eReader zu übertragen. Ich schaue also öfter über die Gesamtheit meiner Bücher und trotzdem ist es irgendwie nicht das gleiche, wie durch ein physikalisches Bücherregal zu stöbern. Es ist übrigens nicht so, dass ich mehr ungelesene eBooks habe, sondern die Zahl ist fast identisch.

Ich habe aber das Gefühl, dass ich eBooks wesentlich schneller lese als Printbücher. Vielleicht genieße ich aber das Lesen von Printbüchern auch mehr. 😀 Ich kann auf jeden Fall nicht all zu viele eBooks hintereinander lesen, sondern muss dann irgendwann ein Printbuch einschieben. Ich habe mir nie weiter Gedanken darüber gemacht, warum das so ist bis ich irgendwann mit Lotta über das Thema sprach. Printbücher sind immer irgendwie anders. Jedes Buch fühlt sich anders an, sieht anders aus, hört sich anders an und riecht auch anders. Vielleicht schmeckt ja sogar jedes Printbuch anders? 😀 Mein eReader bleibt aber bei jedem Buch einfach der selbe. Man hat also nicht wirklich Abwechslung, daher muss also manchmal auch wieder ein Print in die Hand genommen werden. Ob ich übrigens mehr oder weniger lese seit ich den eReader habe, kann ich gar nicht mehr wirklich nachvollziehen.

Weiterlesen

Nellys Beitrag lesen:
Der eReader und ich
Noch mehr nachgedacht:
Drüber nachgedacht: #thepowerofblogs 

Bis zum nächsten Buch!

Deine

Tatze

 

Bist du ein eReader-Fan oder Gegner? Was ist denn dein liebster eReader?



  1. Hallo Tati,

    danke für diesen tollen Beitrag, ich schaue auch gleich mal noch bei den anderen beiden vorbei.
    Ich habe bisher immer meine E-Books auf meinem Tablet oder am Computer gelesen, da ich dort direkt aus der Onleihe meiner Bücherei ausleihen kann. Jetzt ist das Tablet mittlerweile 5 Jahre alt und ziemlich langsam. Ich kann mich noch nicht so recht entscheiden ob es wieder ein Tablet oder ein E-Reader werden soll. Standest du auch schon mal vor der Entscheidung? Und wie würdest du dich entscheiden?

    Grüße Fiona

    • Hey Fiona 🙂

      ich freue mich sehr, dass dir Beitrag gefällt. 🙂 Gerade für das Angebot von Skoobe habe ich schon mal überlegt auf meinem Tablet oder Handy zu lesen, aber leider geht das überhaupt nicht, da ich schon nach 10 Minuten Kopfschmerzen bekomme. Ich würde mich also immer für einen eReader entscheiden. Soweit ich weiß, kann man übrigens das Angebot der Onleihe auch mit einem eReader nutzen. 🙂

      Liebe Grüße,
      Tati

  2. Liebe Tati,
    ein toller Beitrag und eine coole Idee das Thema auf diese Weise aufzuziehen. 😀 Ich finde es immer so interessant zu sehen, was andere Leser so für E-Reader benutzen. 😉 Du weißt ja, ich lasse mich sehr leicht davon anstecken. Hust*
    Ich freue mich schon auf den nächsten Beitrag mit euch beiden :*

    Liebst, Lotta

    • Hey Lotta 🙂

      ich finde es auch super interessant zu erfahren, welche Erfahrungen andere mit eReadern gemacht haben. Es immer wieder spannend, dass die Vorlieben ganz anders sind. 🙂

      Liebste Grüße,
      Tati

  3. Liebste Tati,
    ein wundervoller Beitrag! Es hat wieder so Spaß gemacht, die Kolumne zu schreiben und ich freu mich jetzt schon wieder auf das nächste Thema.
    Krass, wie auch du schon so einige Geräte versucht hast. Mein erster Reader war ja auch ein Kobo und eigentlich mochte ich ihn ganz gerne, nur die Menüführung war so gar nicht meins. Komisch, wie unterschiedlich Geschmäcker sein können, oder?
    Zwischenzeitlich bin ich total in meinen Tolino verliebt und würde ihn nicht mehr hergeben. Das Lesen ist einfach soviel bequemer, wenn man digital liest.

    Alles Liebe, Nelly

    • Hey Nelly 🙂

      „drüber nachgedacht“ ist auch eines meiner absoluten Lieblingsformate. 🙂 Es ist wirklich interessant, dass wir die Bedienung von Kobo und Tolino genau unterschiedlich einschätzen. 😀
      Ich bin auch einfach ein großer Fan des digitalen Lesens.

      Liebste Grüße,
      Tati

  4. Hallo Nelly,

    Auch dein Beitrag gefällt mir super. Ich war eben schon bei Lotta unterwegs. Interessant, dass dich die Bedienung des Kindles so gestört hat. Trotz der gewissen Einschränkungen, weswegen ich auch nie einen kindle haben wollte, habe ich mich letztendlich dann doch zu einem Kindle durchgerungen und muss sagen, ich bin sehr zufrieden. Für mich tatsächlich das allerwichtigste am ebook reader: eine brauchbare Wörterbuchfunktion und gute Wörterbücher dazu. Würde Sony allerdings noch reader auf den Markt bringen, hätte ich sicherlich wieder einen Sony genommen.

    Liebe Grüße, Moni

    • Hey Moni 🙂

      ach, ich find das gar nicht so schlimm, dass ich mit dem Kindle nicht so zurecht kam. 😀 Jeder muss einfach den für sich passenden eReader finden. Die Wörterbuch-Funktion von Kobo ist übrigens auch sehr gut und für mich ein Grund gegen den Tolino gewesen. 😉

      Liebe Grüße,
      Tati

      • Welche Wörterbücher sind denn mit drauf? Beim kindle gibt es das gute alte Oxford Dictionary kostenlos dazu. Das hat man mich dann doch dazu bewogen zum kindle zu greifen. Leider gab es zu den Wörterbüchern beim kobo nur Infos aus dem Jahr 2013 und da konnten mich diese nicht so von ihrer Qualität überzeugen.
        Aber es stimmt schon jeder hat da so seine eigenen Vorlieben. Das ist echt spannend.

        • Hey Moni 🙂

          auf dem Kobo ist für deutsche Begriffe standardmäßig der Duden installiert. Für Englisch-Deutsch hat der Kobo das Merriam-Websters’s Englisch als Standard. Daneben kann man aber noch weitere Wörterbücher installieren.

          Liebe Grüße,
          Tati

  5. Hallo liebe Tati,
    ein wirklich toller Bericht! Ich selber hab auch einen Tolino, bin aber sehr unzufrieden damit, weswegen ich viele Printbücher besitze (aber auch viele wieder „abgebe“ eben aus den Platzgründen). Auf meinem Tablet nutze ich die Kindle App, mit der bin ich ganz zufrieden bin bisher. Aber der Kobo scheint echt eine tolle Alternative zu sein. Ist mein Tolino irgendwann mal hinfällig, werde ich mir den defintiv näher anschauen 😀

    Alles Liebe, Ela

    • Hey Ela 🙂

      ich bin jemand, der wirklich mehr als ungern Bücher abgibt, daher ist der Platzmangel wirklich akut. 😀 Vielleicht kommst du mit dem Lesen von eBooks besser klar, wenn du den für dich passenden eReader hast. 🙂 Sollte dein Tolino also irgendwann mal den Geist aufgeben, schau dich auf jeden Fall nach Alternativen um.

      Liebste Grüße,
      Tati

  6. Servus liebe Tati,

    ein schön umgesetzter Beitrag zum Thema eBooks. Du hast ja wirklich auch schon eine ganze Palette ausprobiert! Ja das unpraktischtste daran ist das verleihen von Büchern an Freunde .. aber außer dass sie nicht im Regal stehen gibt es gar nicht so viel mehr Nachteile.
    Ich habe auch schon seit mehreren Jahren einen eReader, einen der ersten Kindle Reader mit Tastatur. Beleuchtung gabs da noch nicht aber man konnte eine Hülle mit integrierter Lampe dazu kaufen – perfekt. Den liebe ich noch heute. Auch wenn wir inzwischen noch ein Kindle HD haben. Ich weiß amazon und so … aber ich bin total happy mit dem Gerät und seinen Funktionen und da ich auch gerne Hörbücher höre, ist der HD dafür perfekt, wenn ich sie via audible kaufe. Für Urlaube ist es einfach genial – wenig Gepäck viel Lesestoff. Ich möchte den eReader nicht mehr missen. ABER ich kaufe dennoch lieber die Bücher gedruckt, wenn der Preisunterschied nicht zu groß ist. Zum Markieren von Passagen für Rezensionen fin ich den eReader übrigens auch besser, denn es ist so einfach und man muss nicht immer einen Post it bereit haben und kann sich alle Markierungen in einer schönen Übersicht anzeigen lassen. Macht das Rezension-schreiben leichter.

    Viele liebe Grüße
    Kati

    • Hey Kati 🙂

      vielen Dank für das Kompliment. 🙂 Ich freue mich, dass dir der Beitrag gefällt! eBooks haben wirklich wahnsinnig viele Vorteile und eher wenige Nachteile, daher bin ich mittlerweile ein eingefleischter Fan. Das Markieren finde ich auch super praktisch, auch wenn ich nie was markiere 😀

      Liebste Grüße,
      Tati

  7. […] drüber nachgedacht… Lotta (HIER) und Tati (HIER) haben ebenfalls zu diesem Thema geschrieben und freuen sich auf euren […]

  8. […] ins Leben gerufen habe. Die Beiträge von Tati und Nelly zu Der E-Reader und ich findet ihr auf Buecherquatsch.de und NellysLeseecke.de!Viel Spaß beim Stöbern! Tagsdrüber nachgedachtE-BooksE-Reader 0 […]

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