Auf der Leipziger Buchmesse durfte ich schon ein bisschen über „Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums“ von Sarvenaz Tash erfahren und habe mich direkt in diese Nerdgeschichte verliebt! Kein Wunder also, dass ich das Buch sofort als Rezensionsexemplar angefragt habe. Jetzt hieß es nur noch warten bis es erscheint. Doch dabei habe ich meine Rechnung ohne die Deutsche Post gemacht. Als „Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums“ bei mir ankommen sollte, war ich leider nicht zu Hause und so sollte es in eine Postfiliale gebracht werden. Doch da war das Buch am nächsten Tag nicht mehr aufzufinden. Mehrere Telefonate mit dem Kundenservice haben nichts gebracht, das Buch ist einfach weg. 🙁 Da ich aber trotzdem so gespannt auf die Geschichte war, musste ich mir den Roman einfach kaufen!

Autor: Sarvenaz Tash 
Titel: Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums 
Übersetzer: Sandra Knuffinke 
Verlag: Magellan Verlag 
Erscheinungsjahr: 2016 
Seiten: 304 

Wirkung auf mich

Ich bin absolut verliebt in „Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums“. So hatte ich doch nur eine süße kleine Liebesgeschichte erwartet, doch am Ende hatte das Buch einfach wesentlich mehr zu bieten. Es geht um Selbstfindung, um das Wachsen an Problem, natürlich auch um die Liebe, aber auch um das Schreiben! Das ganze ist so zuckersüß und voller Humor verpackt, dass ich gar nicht anders konnte und das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Durch die vielen Komplikationen kam immer wieder neue Spannung auf und ich wollte wissen, wann Graham es endlich schafft, Roxy seine Liebe zu gestehen. Außerdem konnte ich die ganze Zeit kaum einschätzen, ob Roxy Grahams Gefühle erwidert und ob es eine Liebesgeschichte wird oder nur beinahe. 😉 Die Kombination aus Charaktere + Geschichte + New Yorker Comic Con hat mich einfach verzaubert, so dass ich „Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums“ einfach zu einer Herausragenden Leseempfehlung ernennen muss. 

 

Kurze Inhaltsangabe

Graham und Roxy sind die allerbesten Freunde. Sie wohnen nicht nur nebeneinander und gehen auf die selbe Schule, sondern arbeiten auch zusammen an einer eigenen Comicserie. Doch schon seit einer ganzen Weile verschweigt Graham, dass er mehr für Roxy empfindet. Da es so nicht weitergehen kann, hat er sich für die anstehende ComicCon fest vorgenommen Roxy seine Gefühle zu gestehen. Aber ein Plan nach dem nächsten geht schief und dann ist da auch noch ein attraktiver Engländer, der Graham in die Quere kommt. Dabei wollte Graham doch nur das perfekte Wochenende für Roxy gestalten.

Meine Gedanken

Ich glaube, ich habe mich schon ein Stück weit in „Die (beinahe) größte Liebesgeschichte des Universums“ verliebt, als ich den Titel des ersten Kapitels las: Einmal im Timelord-Leben. Mich als wahnsinnigen Doctor Who Fan hatte Sarvenaz Tash mich damit auf jeden Fall schon im Sack. 😀 Trotzdem habe ich natürlich weitergelesen und auch der Anfang der Geschichte hat mich sofort mitgerissen. Ich habe gleich zu Beginn erfahren, wie Grahams Gefühle für Roxy sind und dass es sein Plan ist, ihr diese Gefühle zu gestehen. Leider gerät sein Plan direkt ins Wanken, als sich ihm eine noch viel perfektere Möglichkeit bietet Roxy seine Liebe zu gestehen.

Dass dieser Plan nicht so wirklich klappt, ist ja eigentlich schon vorprogrammiert. Grahams Plan wird im Laufe des Buches immer wieder umgeworfen und neugeplant, weil einfach so viel Unvorhergesehenes passiert. Unvorhergesehenes hieß in diesem Fall überhaupt nichts Übertriebenes oder an den Haaren herbeigezogenes, sondern einfach das Leben. 😉 Es waren Kleinigkeiten, die aber das große Ganze extrem beeinflussten. Dadurch kam eine Menge Dynamik in die Geschichte, so dass ich manchmal lieber wissen wollte, was als nächstes schief geht, als was das große Ende ist. Im Verlauf geht es aber nicht nur um die Liebe, sondern auch um Graham selbst. Zum Beispiel wie er an den Problemen wächst und auch was ihn als „Schriftsteller“ an sich an geht. Dass der Aspekt des Schreibens so viel Aufmerksamkeit bekommt, hat mir natürlich sehr gut gefallen! Ich denke, dass dieses Wochenende Graham als Person sehr stark geprägt hat. Daher würde ich auch so weit gehen, dass dieses Buch nicht wirklich eine Liebesgeschichte, sondern eher eine Entwicklungsgeschichte ist.

Auch Graham gehörte relativ schnell mein Herz. Was nicht nur daran lag, dass er einfach ein phänomenaler Nerd ist, sondern auch dass er einen beim Lesen mit seinem Humor und seiner verliebten Gedankenwelt sehr, sehr schnell abholt. Seine Gefühle sind einerseits irgendwie simpel, aber gerade dadurch so wunderbar nachzuvollziehen. Trotzdem war Graham für mich ein sehr vielschichtiger Charakter und nicht einfach der verliebte Vollpfosten-Nerd. Dadurch wirkte er auf mich sehr glaubwürdig. Mit Roxy dagegen hatte ich anfangs so meine Probleme. Ich war skeptisch, was ich von ihr halten sollte, was sicherlich auch daran liegt, dass ihre Gefühlswelt lange sehr unklar ist und man sich viel selber zusammenreimen muss. Nachdem ich sie aber besser kennengelernt habe, mochte ich sie auch sehr gerne! Neben Graham und Roxy konnten mich aber auch die Nebencharaktere überzeugen. Insbesondere Roxys beste Freundin Felicia stach durch ihre pfiffige Art heraus.

Neben den Charakteren war auch das Setting ein absoluter Traum für mich als Nerdmädel: die New Yorker ComicCon. Ach, was würde ich die auch gerne mal besuchen. Gerade dieser Schauplatz hebt das Nerdtum natürlich noch mal deutlich hervor und ich denke, sie unterstützt die Charaktere einfach perfekt – sind sie doch in ihrer gewohnten Umgebung und von Gleichgesinnten umgeben. Außerdem ist es für jeden Nerd einfach ein Feuerwerk an tollen Ideen und Inspirationen und es gibt, glaube ich, eine Anspielung auf fast jedes Fandom. 😀

Nach dem ganzen Hin und Her hat mich das Ende des Buches richtig überrascht. Ich hatte zwei Erwartungen: entweder Roxy liebt Graham auch und sie sind für immer happy oder sie liebt ihn nicht und ihre Freundschaft zerbricht daran. Heraus kam aber etwas ganz anderes, was so viel mehr Botschaft und Gewicht hatte, dass es das Buch für mich einfach nur noch viel perfekter gemacht hatte. War ich vorher schon überzeugt von dem Buch, so hatte es jetzt eindeutig ein Platz in meinem Herzen gewonnen.

 

Herausragende Leseempfehlung

Emotionen:
regt zum Nachdenken an
Humor:
nerdtastisch
Spannung:
undurchsichtig
Erotik:
nicht vorhanden

 

Weiterlesen

Weitere Bücher der Autorin:
Three Day Summer
Quatschtastische Rezension:
primeballerina’s books 

Bis zum nächsten Buch!

Deine

Tatze

 

Bist du auch so ein großer Fan von Nerdgeschichten wie ich?



  1. Liebste Tati,
    ich schäme mich in Grund und Boden, weil ich das Buch immer noch nicht gelesen habe, aber ich verspreche es, dass ich es noch lesen werde. Vor allem nach dieser begeisterten Rezension. 😀 Vielen Dank dafür, meine Schöne.

    Liebst, Lotta

    • Liebste Lotta 🙂

      das Buch ist wirklich total entzückend und ich bin mir ziemlich sicher, dass du es auch mögen wirst. 🙂 Also musst du es ganz bald lesen 😉

      Liebste Grüße,
      Tati

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