Wordpress-Wochenende

Dafür gibt es doch ein Plugin, oder?

Im letzten WordPress-Wochenende zum Thema Sicherheit hatte ich schon ein wenig über Plugins erzählt und das möchte ich heute noch ein wenig vertiefen. Plugins sind eine bequeme Art die Funktionalität von WordPress zu erweitern, aber bergen auch einige Probleme und Gefahren. 

Wissenswertes über Plugins

Wenn es um das Installieren von Plugins geht, gibt es einen Satz, den ich liebend gerne tausendmal wiederhole:

„So wenig Plugins wie möglich und so viele Plugins wie nötig“

Das Problem mit Plugins ist nämlich, dass es etwas ist, was von Dritten angeboten wird und damit eine prinzipielle Schwachstelle eurer WordPress-Seite/ eures WordPress-Blogs ist. Außerdem können einzelne Plugins oder auch eine Große Anzahl von Plugins dafür sorgen, dass eure Seite langsamer wird. Daher ist es immer ratsam wirklich nur die Plugins zu verwenden, die man auch wirklich braucht, und lieber nur Plugins mit einem kleinen Funktionsumfang zu nutzen, die das machen was man braucht, anstelle eines Plugins, das voller toller Funktionen ist, die aber zum größten Teil nicht oder nur sporadisch genutzt werden.

Außerdem sollte man regelmäßig schauen, ob man die Plugins überhaupt noch verwendet. Hier und da ändert man ja gerne mal was an seiner Webseite und auf einmal wird ein Plugin gar nicht mehr gebraucht, ist aber trotzdem noch da und beeinträchtigt deine WordPress-Seite/ deinen WordPress-Blog. Auch wenn du Plugins ausprobierst und dann feststellst, dass sie nicht das richtige für deine Wünsche sind, solltest du sie dann wieder löschen.

Das passende Plugin

Das Finden des passenden Plugins besteht bei mir immer aus zwei Phasen:

1. Planung

  • Was möchte ich erreichen?
  • Brauche ich für die Umsetzung wirklich ein Plugin oder kann ich das auch selber umsetzen oder jemanden fragen, der das für mich umsetzt?
  • Führt vielleicht eine andere Lösung zu einem für mich gleich befriedigenden Ergebnis?

Zuerst versuche ich so genau wie möglich zu definieren, was ich eigentlich genau brauche. Anschließend überlege ich dann, wie ich dieses Ziel am besten erreiche. Es muss ja nicht immer ein Plugin sein. 😉 Habe ich das Ziel ausgelotet und festgestellt, dass es nur mit einem Plugin lösbar ist, mache ich mich auf die Suche nach einem passenden Plugin.

2. Suche
Bei meiner Suche starte ich eigentlich immer in der Plugin-Suche im WordPress Dashboard. Ich probiere verschiedene Stichwörter aus und schaue mir dann die Beschreibungen der Suchergebnisse an. Anschließend schaue ich mir die Anzahl der aktiven Installationen, die durchschnittliche Bewertung und die letzte Aktualisierung an. All diese Informationen erhält man schon auf einem Blick in der Suchergebnisliste. Bei einem Plugin mit einer hohen Anzahl an aktiven Installationen ist es wahrscheinlich, dass es sich hier um ein sehr gutes Plugin handelt. Ebenso wichtig ist aber, dass das Plugin nicht vor Jahren zuletzt aktualisiert wurde, da mit Aktualisierungen nicht nur das Plugin weiterentwickelt wird, sondern auch Sicherheitslücken geschlossen werden und das Plugin an die neusten WordPress-Versionen angepasst wird. Bei einem sehr alten Plugin kann es dann sein, dass es nicht mehr mit deiner WordPress-Version kompatibel ist, also nicht richtig bei dir funktioniert.

Achte auf jeden Fall darauf, dass du Plugins nur von vertrauenswürdigen Plattformen installierst, also am besten direkt über die Suche in deinem WordPress Dashboard oder von der Plugin-Seite von WordPress. Denn Plugins können auch schädliche Dateien enthalten.

Du kannst auch über die Googlesuche mit „WordPress Plugin STICHWORT Empfehlung“ eine Menge Tipps finden, welche Plugins für die Lösung deines Problems geeignet sein könnten.

10 Pluginempfehlungen

Zum Thema Sicherheit hatte ich bereits iThemes Security und AntiSpam Bee empfohlen, daher werde ich die beiden Plugins hier nicht noch einmal aufzählen.

Broken Link Checker von Janis Elsts, Vladimir Prelovac
Öfter als man denkt, kommt es vor, dass Links nicht mehr funktionieren. Sei es, dass man selbst Links geändert hat und sie nicht überall angepasst hat oder dass externe Links einfach nicht mehr verfügbar sind. Der „Broken Link Checker“ prüft regelmäßig die Links deiner Seite und informiert dich, wenn Links nicht mehr erreichbar sind.

Cachify von pluginkollektiv
Im Cache werden Sachen zwischengespeichert, damit diese nicht so häufig nachgeladen werden müssen und die Seite daher schneller wird. Ich nutze dafür bisher „Cachify“ und bin damit super zufrieden. 🙂

Contact Form 7 von Takayuki Miyoshi
Formulare braucht man doch immer mal wieder auf dem Blog, sei es ein Kontaktformular oder ein Formular für ein Gewinnspiel oder oder oder. Das wohl bekannteste Plugin hierfür ist „Contact Form 7“. Mich konnte es mit seiner einfachen Handhabung überzeugen.

Cookie Notice von dFactory
Mittlerweile ist es Pflicht einen Cookie-Hinweis auf seiner Seite zu haben. So unschön das auch manchmal ist, er muss da sein.

EZP Coming Soon Page von Snap Creek Software
Wenn man dann doch mal wieder ein wenig an der Seite bastelt, empfiehlt es sich, ein „Coming Soon“-Plugin zu haben. Für alle Nutzer der Webseite, die nicht angemeldet sind, erscheint dann anstelle der normalen (und vielleicht nicht gerade ansehnlichen) Seite ein kleiner Hinweis, den man mit „EZP Coming Soon Page“ wunderbar individualisieren kann.

Google Analytics Dashboard für WP von Alin Marcu
Wer seine Zahlen beobachten möchte, kommt kaum an Google Analytics vorbei. Dieses Plugin bindet nicht nur automatisch den Google Analytics Code ein, sondern zeigt auch im Dashboard eine Übersicht an.

Simple Content Templates von CGD, Inc.
Bei mir sind Beiträge immer nach einem bestimmten Schema aufgebaut und ich bin viel zu faul, das jedes Mal wieder zusammenzukopieren. Daher habe ich mir Vorlagen gebaut, die ich mit Hilfe dieses Plugins super gut verwalten und laden kann.

Subscribe To „Double-Opt-In“ Comments von Tobias Herde
Genau wie ein Cookie-Hinweis ist auch das „Double-Opt-In“-Verfahren für das Abonnieren von Kommentaren Pflicht. Zum Glück gibt es dafür dieses Plugin.

TinyMCE Advanced von Andrew Ozz
Wer viel mit dem visuellen Editor von WordPress arbeitet, wird es vielleicht vermissen, mit einem Knopf Tabellen zu erstellen oder auch den Blocksatz einzustellen. Mit diesem Plugin wird der Editor um eine Menge Funktionen erweitert. Da ich fast ausschließlich mit dem visuellen Editor arbeite, finde ich das super! 🙂

Yoast SEO von Team Yoast
Heutzutage kommt man um das Thema Suchmaschinenoptimierung ja kaum drum rum. „Yoast SEO“ unterstützt da meiner Meinung nach sehr gut.

Und auch hier die Frage: Hast du das alles so verstanden oder benötigst du noch mehr Informationen?

Tati, 27, süchtig nach Büchern, Nagellack und Toffifee, Informatikerin, Backfee, angehende Autorin, Webentwicklerin, verheiratet, viel zu neugierig, perfektionistisch und immer ein Lächeln auf dem Gesicht. Noch mehr erfährst du mit einem Klick.

18 Comments

  • Nelly

    Huhu liebste Tati,
    wieder mal ein schön geschriebener und sehr hilfreicher Post! Hab Dir ja bereits gesagt, dass ich es super finde, dass Du direkt auch wichtige Plugins nennst. Ich freue mich schon auf den nächsten Post

    Alles Liebe, Nelly

    • Kia Kahawa

      Mir wurde dieser Link im Rahmen einer Twitter-Diskussion mit dem Tenor „hab nicht zu viele Plugins!“ gegeben. Und jetzt habe ich schon wieder zwei neue Plug-Ins! Menno! Und danke ^^

      • Tatze

        Liebe Kia,

        die Empfehlung auf Twitter kam direkt von mir. 😉 Konntest du denn mehr als nur zwei Plug-In-Empfehlungen aus dem Artikel mitnehmen?

        Liebste Grüße,
        Tati

    • Tatze

      Liebe Julia,

      hach, ich freue mich, dass ich dir damit weiterhelfen konnte. Viel Erfolg mit deinen Plugins. 🙂

      Liebste Grüße,
      Tati

  • Ramona

    Liebe Tati,

    ein wertvoller Beitrag!
    Einige deiner genannten Empfehlungen nutze ich tatsächlich auch schon. Mal schauen, ob ich sonst noch was gebrauchen kann. Werde das demnächst mal überprüfen.

    Liebe Grüße
    Ramona

    • Tatze

      Liebe Ramona,

      vielen Dank! Ich denke, es kommt auch immer ein wenig an, was man so an Plugins braucht, daher sind das auch keine „Must-Haves“. 😉

      Liebste Grüße,
      Tati

  • Lotta

    Liebe Tati,
    Ein schöner Beitrag, den ich mit großem Interesse gelesen habe, auch, wenn ich zu diesem Thema ja schon zur Genüge von dir instruiert wurde. 😀

    Liebst, Lotta

    • Tatze

      Liebe Lotta,

      dass ich dich und Nelly schon so viel instruiert habe, ist eigentlich das beste, weil ich nämlich immer überlege, was für Themen so aufkamen, als wir eure Umstellung gemacht haben. 😀 Daher glaube ich leider auch, dass du erst einmal nicht viel neues beim WordPress-Wochenende lernen wirst.

      Liebste Grüße,
      Tati

  • Madame Lustig

    Hallo liebe Tati,
    wieder einmal ein ganz toller und hilfreicher Beitrag. Vielen Dank dafür! 😀
    Das „Simple Content Templates“ Plugin werde ich mir definitiv genauer ansehen, ebenso das „Subscribe To „Double-Opt-In“ Comments“.

    Vielen Dank für die ganze Mühe, die da jedes Mal in einen Beitrag steckst, nur, um uns Laien zu Miniprofis zu machen. 🙂
    Fühl dich gedrückt.
    Maike

    • Tatze

      Liebe Maike,

      hach, ich freue mich immer so, wenn jemand sagt, dass der Beitrag hilfreich war. 😀 Ich mache das doch sehr gerne für euch und ein bisschen für mich 😀

      Liebste Grüße,
      Tati

  • Janna | KeJas-BlogBuch

    Hach so fein das du uns mit Wissen überschüttest und ja, Cookies! Brauchen da wohl auch mal das Plugin 😉 Lieben Dank das du dir die Zeit nimmst und mal wieder einen klar verständlichen Beitrag zu WordPress schreibst!

    Liebe Grüße
    Janna

  • Kate

    Hallöchen,
    jetzt habe ich es endlich mal geschafft, hier vorbeizuschauen.
    Die meisten deiner empfohlenen Plugins kenne ich schon, aber „Simple Content Templates“ ist ja super! Bisher arbeite ich da mit Evernote und kopiere mir dann die entsprechende Vorlage in WordPress, aber wenn ich das gleich da integrieren kann, ist das ja genial!
    Also vielen, vielen Dank für den Tipp!

    Liebste Grüße
    Kate ♥

    • Tatze

      Liebe Kate,

      ich freue mich wahnsinnig, dass ich dir einen Tipp geben konnte! 🙂 Kopieren war für mich von Anfang an keine Option, weil ich mich kenne und dann bestimmt nie genau weiß, wo ich denn noch mal die aktuellste Vorlage gespeichert habe oder andauernd die falsche Vorlage nehme, daher habe ich mich recht schnell nach einem Plugin dafür umgeschaut.

      Liebste Grüße,
      Tati

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